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1 Vorstellung Boa c. constrictor am Do Nov 24, 2011 11:15 am

Klaus


Admin
Boa constrictor constrictor
Königsboa



Die Boa constricor constrictor ist in verschiedenen Ländern von Südamerika anzutreffen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Venezuela, Trinidad und Tobago, Guayanas: Guayana (ehem. Britisch-Guayana), Surinam, Französisch-Guayana; Kolumbien, Ecuador, Peru, Brasilien bis höchstwahrscheinlich im Norden Boliviens. Je nach nach Herkunft präsentieren diese schönen Boas in verschieden schönen Farben und Zeichnungen, bei vielen dieser Boas sind auch die beliebten Witwenspitzen zu sehen. Die Tiere aus Surinam sind in meinen Augen die "wahren" Rotschwänze der Boa constrictor constrictor.




Hier eine Beschreibung von Herrn Klaus Bonny(ich könnte es nicht besser formulieren):

Die Grundfärbung reicht von cremeweiß, hellgrau über hellbraun (sandfarben) bis graubraun. Verschiedene Populationen weisen mit zunehmendem Alter, insbesondere an den Flanken, eine blassrosa bis hellrote oder eine violettblaue bis lila Grundfärbung auf. Die zumeist bräunlichen Sattelflecken weisen gelegentlich kreisförmige hellere Einschlüsse auf und sind nicht selten seitlich miteinander verbunden. Die Form der Sattelflecken ist variabel, nicht selten haben diese in der Mitte nach vorne und hinten mehr oder weniger starke Ausbuchtungen. Diese erinnern optisch an eine stilisierte Fledermaus (im Amerikanischen wird diese Form auch „widow peaks“ = „Witwenspitzen“ genannt); fast genauso häufig sind aber auch Tiere (im gleichen Habitat) zu finden, deren Sattelflecken sich zur Mitte hin stark verjüngen – also eher an ein stilisiertes „H“ bzw. an Schmetterlingsflügel erinnern. Die Sattelfleckenzwischenräume sind mit gelegentlichen schwarzen Einsprenkelungen und/oder mit variablen Fleckenmustern versehen, die zuweilen skurrile Formen annehmen können. Diese Zwischenräume werden zum letzten Körperdrittel hin immer enger und heller, in der Schwanzregion sind diese oft von weißer oder gelber Färbung. Umgekehrt werden die Sattelflecken im letzten Drittel immer größer (sowohl länger wie auch breiter), variieren farblich in allen Rottönen von Rötlichbraun über Blutrot bis leuchtend Orange und sind immer schwarz umrandet. Die großen und ausgeprägten Seitenflecken sind rund bis rhombenförmig und weisen oftmals helle Einschlüsse auf. Der am Ansatz breite Kopf ist etwas langgezogener als bei B. c. imperator; die Schnauze verläuft, seitlich betrachtet, ab Augenhöhe gerade bis leicht nach oben gewölbt. Der auf der Oberseite des Kopfes verlaufende dunkle Längsstrich verbreitert sich keilförmig zum Nacken hin, der bei der Unterart B. c. imperator oft prominente Querstrich zwischen den Augen fehlt so gut wie immer (aber selbst hier gibt es Ausnahmen, wie die Abbildung auf Seite 109 in meinem Buch "Die Gattung Boa" eines Wildfanges aus Surinam beweist). Auf den Augenwölbungen befinden sich oftmals je zwei dunkle Querstriche. Die Bauchseite ist weiß bis grauweiß und mit mehr oder weniger schwarzen Einsprenkelungen durchsetzt. Die farblich schönsten „Rotschwanzboas“, die auch heute noch in nennenswerten Stückzahlen importiert werden, kommen aus dem Gebiet der Guayanas. Tiere, die eine violettblaue bis lila Körperfärbung aufweisen, stammen vorwiegend aus Importen aus Guayana (ehemals: Britisch-Guayana), während Boas mit mehr oder weniger rose-farbener Körperfärbung von Importen aus Surinam (und früher auch aus Französisch-Guayana) herrühren – detaillierte Fundortangaben sind aber eher selten, so dass sich zumeist noch nicht einmal genau sagen lässt, ob diese Tiere aus den flachen Küstengebieten stammen oder aus dem höher gelegenen Hinterland, ob man diese eventuell abgrenzen kann oder nicht. Viele dieser Importtiere weisen mehr oder weniger ausgeprägte fledermausförmige Sattelflecken auf, allerdings sind auch hier immer wieder Tiere dabei, deren Sattelflecken in der Mitte keine Ausbuchtungen aufweisen („H“-fömig). Unabhängig von der Form der Sattelflecken können diese an den Seiten miteinander verbunden sein (und somit ein Kettenmuster bilden), teils liegen diese weit auseinander. Tiere aus den westlichen Bereichen des Amazonasgebietes (Ecuador, Peru, Brasilien) weisen eine gelblichbraune Grundfärbung auf, die dunkelbraunen bis lackschwarzen Sattelflecken werden zur Mitte hin schmaler, bei nicht wenigen Exemplaren erinnert die Form an Schmetterlingsflügel – aber auch hier bestätigen immer wieder Ausnahmen die Regel.
Boas aus Brasilien sind seit langem aus der Terrarienhaltung bekannt und sind in Bezug auf die Grundfärbung und Zeichnung nicht minder variabel wie Tiere aus den Guayanas, was aufgrund der riesigen Fläche nicht weiter verwundert. Aber selbst in einigermaßen gut abgrenzbaren Gebieten, wie beispielsweise dem Amazonasdelta, sind unterschiedliche Formen anzutreffen. Die Grundfärbung ist variabel – von Weißgrau sowie zumeist verschiedenen Brauntönen, hier von hell bis dunkel, an den Flanken sind zuweilen rosa Farbtöne auszumachen. Tiere aus der Gegend um Belém, die bereits seit den sechziger Jahren in Deutschland gehalten und vermehrt werden, weisen zuweilen eine rötliche Grundfärbung auf. Grundsätzlich fällt auf, dass der durchschnittliche (!) Anteil der rötlichen Färbung des letzten Körperdrittels bei brasilianischen Populationen desto mehr abnimmt je weiter südlich diese anzutreffen sind. Von „Rotschwanzboas“ im eigentlichen Sinne dieses populären Wortes kann man von Abgottschlangen aus dem Südosten Brasiliens nicht mehr sprechen.



Weitere Informationen:

http://boabonny.de/s-net/Scripts/produktansicht_v03.asp?SID=&idproduct=342


Grüsse Klaus


Surinam


Kolumbien

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